Kinderarztpraxis Dr. med. Christian Wiemann
Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde


Wurmerkrankungen bei Kinder sind nicht selten und verlaufen in der Regel harmlos.
Die am häufigsten auftretende Wurmart in unserer Region sind die Madenwürmer (Oxyuren).

Außerdem gibt es noch Spulwürmer, die aber mehr das mediterrane Klima mögen, Rinderbandwurm ( durch Verzehr von rohem Rindfleisch) und den Hundebandwurm (Mittelmeerraum, Streicheln durch infizierte Tiere ,Katzen und Hunde, Kontakt durch infizierte Erde, oder bodennahem Gemüse/Rohkost).

Die Infektionsquelle für Madenwürmer sind häufig Sand oder Erde, die mit Spuren von wurminfizierten Tierkot kontaminiert sind. Außerdem kann es gerade bei Kindern oft zu Reinfektionen kommen, indem Wurmeier durch Kratzen am Po über die Finger in den Mund geraten.

Beschwerden bei Wurmerkrankungen sind häufig Po jucken (besonders nachts, da die Würmer das feucht- warmer Millieu unter der Bettdecke mögen) und unklare Bauchschmerzen.
Oft sind die Würmer auch im Stuhl sichtbar.

Wenn Sie die Befürchtung haben, dass Ihr Kind an Würmern erkrankt ist, melden Sie sich bitte bei uns. Der Nachweis der Madenwürmer erfolgt am besten mikroskopisch.
Sie bekommen von uns Objektträger und sie entnehmen morgens mit einem Tesafilmstreifen eine Probe und bringen diese in die Praxis.
Bei einem positiven Befund wird ein geeignetes Wurmmittel verschrieben. Außerdem sollte die Bett- und Unterwäsche täglich gewechselt und bei 60°C gewaschen werden.

Wurmerkrankungen lassen sich durch folgende Maßnahmen verringern:
- Fingernägel kurz halten
- gründliche Handhygiene nach jedem Toilettengang
- Kinder darauf aufmerksam machen, dass sie keinen Sand und Erde in den Mund nehmen sollen
- Fleisch und Fisch möglichst nicht roh verzehren
- Spielsachen, die draußen benutzt werden regelmäßig unter heißem Wasser mit Spüli
säubern
-Wurmkur bei Haustieren regelmäßig durchführen

Bei weiteren Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

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